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HDR Fotos – 3 Tipps für bessere HDR Aufnahmen

HDR steht für „High Dynamic Range“ – also Hochkontrastfotos. Mit HDRs lassen sich gerade in der Architektur- und Landschaftsfotografie geniale Bilder Aufnehmen, die weder „ausgebrannte“ noch „abgesoffene“ Bildbereiche beinhalten. Häufig entsteht zum Beispiel in der Landschaftsfotografie das Problem, dass entweder der Himmel viel zu hell belichtet wird oder der Boden viel zu Dunkel. Um dem entgegenzuwirken werden bei HDR Bildern mehrere Fotos zu einem Bild zusammengerechnet.

Wie funktioniert das technisch?

In der Regel bestehen HDR Fotos aus 3 oder 5 Bildern. Bei 3 Einzelfotos wird eines unterbelichtet, eines korrekt und eines überbelichtet um später im Post-Processing die Bilder zu einem zusammenführen zu können. Bei vielen Kameras kann man nicht nur die Anzahl der HDR Bilder einstellen, sondern auch den Grad der „falsch“-Belichtung. Das heißt, dass zum Beispiel nicht nur eine Blendenstufe unter- bzw. überbelichtet wird, sondern sogar 2 oder mehr Blendenstufen. Genug der Theorie – jetzt zu meinen Tipps für bessere HDR Fotos

HDR 3 Teile Bild

#1 Verwende ein Stativ!

Da du ja für ein HDR Bild mehrere Fotos brauchst, ist hierfür aus meiner Sicht ein Stativ absolut Pflicht! Viele Programme mit denen du anschließend HDR Fotos erstellen kannst, können zwar kleine Verwacklungen rausrechnen, allerdings kann sich diese digitale Veränderung auf die Bildqualität auswirken. Deshalb verwende bei HDR Aufnahmen immer ein Stativ und dazu noch einen Fernauslöser oder auch den Selbstauslöser der Kamera um nicht beim Auslösen zu verwackeln.

#2 ISO Wert so gering wie möglich

Stelle den ISO Wert deiner Kamera so klein wie möglich ein. Je höher der ISO Wert desto höher wird das Bildrauschen. Hohes Bildrauschen wiederum führt zur Verschlechterung der Bildqualität. Da du ja ohnehin die Kamera auf einem Stativ hast, macht es auch nichts, wenn sich durch den kleineren ISO-Wert die Verschlusszeit verlängert. Bedenke stets – je höher die Qualität deiner Ursprungsbilder ist desto höher ist auch die Qualität des finalen Fotos!

#3 Manuelle Blendeneinstellung

Die Blende ist jener Faktor des Dreiecks Blende – Verschlusszeit – ISO die die Schärfentiefe beeinflusst. Die Schärfentiefe bezeichnet die Tiefe der Schärfe– also ist nur ein kleiner Bereich in der Tiefe des Bildes scharf oder ist vom Vordergrund bis zum Hintergrund alles scharf abgebildet. Da du ja im HDR Prozess mehrere Bilder übereinanderlegen willst, müssen auch alle Bilder die gleiche Schärfentiefe haben. Deshalb ist es wichtig, die Blende manuell und fix einzustellen um nicht unterschiedliche Schärfentiefen zu bekommen.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen Tipps ein wenig helfen. Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Fotografieren von HDR Bildern.

Liebe Grüße,
Markus

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